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Die Umwelt erhalten - Dem Menschen zum Nutzen - Nachhaltigkeit als Ziel

Wir nutzen neben der Sonne (Photovoltaik) hauptsächlich nachwachsende Rohstoffe (NAWARO), um mit Hilfe von Mikroorganismen Biogas zu produzieren. Das zu vergärende Material bestand 2006 aus Milchviehgülle (13.000 m³/a), Mais- und Grassilage (1800 t/a) sowie Getreide (400 t).

Zusätzlich werden über einen Befüllschacht feste Cofermentate (spezielle bioaktive Stoffe) in den ersten Fermenter (Bio-Reaktionsbehälter) eingespült. In den Fermentern wird das Material auf die erforderliche Betriebstemperatur von 42° C erwärmt.
Die Wärme nehmen wir vom Kühlwasser der BHKW-Aggregate. Bei Zufuhr von frischem Material wird die gleiche Menge bereits hydrolysierten Materials im freien Gefälle in den Fermenter 2 und von dort in den Fermenter 3 gefördert. In ihm erfolgt die weitere Vergärung. Im Fermenter 3 verbleibt das Material bis zur Ausbringung oder wird in ein Endlager gefördert. Das bei der Vergärung entstehende Biogas strömt über eine Gasleitung aus den Fermentern in den Gasspeicher (350 m³ Speichervolumen).

Emissionswerte:

Während des Vergärungsprozesses werden die geruchsintensiven Güllebestandteile abgebaut, so dass die ausgefaulte Gülle keine Geruchsbelästigung ergibt. Die im Biogas enthaltenen Spuren von Schwefelwasserstoff werden durch einen biologischen Abbauprozess aus dem Biogas entfernt. Dabei reduzieren speziell adaptierte Mikroorganismen das Schefelwasserstoff-Gas zu elementarem Schwefel. Die Schwefelwasserstoff-Gaskonzentrationen von < 500 ppm können mit diesem Verfahren eingehalten werden. Die Biogasanlage arbeitet nahezu geräuschlos und stellt keine Beeinträchtigung der Umwelt dar.

Verstromung/Wärmegewinnung:

Verstromt wird das Biogas im Blockheizkraftwerk in zwei MAN Gas-QUo-Motoren der Firma Hochreiter Biogas Schnaitsee über Asynchrongeneratoren von je 75 kW elektrischer Leistung und zusätzlich seit 2004 in einem 150 kW Gasmotor. Die Abwärme wird durch Wärmetauscher aus dem Kühlwasser und dem Abgas zurückgewonnen. Der produzierte Strom wird in das Netz eingespeist, die Wärme dient im Winter der Beheizung der Wirtschaftsgebäude und im Sommer über eine Absorber-Kälteanlage der Kühlung der Milchviehanlage.
Die BHKW-Aggregate werden je nach Gasmenge automatisch geregelt. Die Steuerung erfolgt über den Gasfüllstand des Gasspeichers. Die Menge und Qualität des Biogases (Gasvolumenstrom, Konzentration Methan und Schwefelwasserstoff) wird ständig überwacht.

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